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Hoodia (gordonii)

Heiß brennt die schwarze Sonne Afrikas über der kargen Wüste Kalahari, die man im südlichen Teil des Landes findet und die sich auf einer Fläche von mehr als 1,2 Millionen Quadratkilometern bis nach Sambia erstreckt. Ein Leben inmitten dieser rauen und brennend heißen Sandwüste scheint schier unmöglich, denn außer dem feinpulverigen roten Sand und einigen besonders robusten Gewächsen scheint sich in diesem Naturschutzgebiet nur wenig Leben langfristig behaupten zu können. Dennoch findet man hier einen besonderen Schatz, den nur die Wüste Kalahari beherbergt und der seit geraumer Zeit auch der europäischen Zivilisation zur Verfügung steht. So wächst in den einsamen Steppen Afrikas der Hoodia, der bereits seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern der Wüstenregion als Nahrungsmittel genutzt wird, da er die Eigenschaft besitzt bereits nach wenigen Bissen ein sättigendes Gefühl beim Speisenden hervor zu rufen. Daher besitzt der Hoodia auch den Beinamen “hungerstillender Kaktus”.
 
Bereits seit Urzeiten wissen die Ureinwohner San dessen hervorragende Eigenschaften zu schätzen, wenngleich sie den Hoodia in erster Linie dann verzehren, wenn die karge Landschaft keine anderen Speisen bietet. So kauen die Sans oft auf ihren tagelangen Erkundungen durch die Weiten der Wüste auf einen geschälten Stück Hoodia, um so das Hungergefühl effektiv zu unterdrücken. Auch verzehren die Sans den zur Gruppe der Seidengewächse zählenden Hoodia, da sie schon längst erkannt haben das dieser essentiell unentbehrlich für ihr Leben ist und eine für sie positive Wirkung besitzt. Daher kann man sagen, dass gerade die Ureinwohner das stachelige Gewächs als ihren größten Schatz ansehen, der Essen, Trinken und Medizin für sie ist.
 
Auch bei uns erfährt der Hoodia gordonii seit einigen Jahren immer größer werdende Beachtung. Denn als im Jahre 1996 afrikanische Forscher  im Verlauf einiger Studien den seit Urzeiten bekannten Mythos der Pflanze erforschten, gelang es ihnen einen Wirkstoffextrakt zu  isolieren, der für das Sättigungsgefühl verantwortlich ist. Diesen  Extrakt tauften sie auf den Namen P57 und zählten ihn zur Gruppe Steroidglykosid. Damit ist er entgegen vieler Meinungen kein Opiat und auch kein medizinischer Stoff, sondern wird eindeutig zur Gruppe der Nahrungsmittel gezählt. Man kann jedoch anmerken, dass dieses Substrat durchaus auch in zahlreichen medizinischen Erzeugnissen und Forschungen vorkommt, da man ihm durchaus spezielle Eigenschaften zuordnen kann. So findet er in diesen Bereichen dann Verwendung, wenn es um die Förderung der Magen-Darm Aktivität geht oder er den Proteinstoffwechsel ankurbeln soll. Interessanterweise findet der Auszug aus Hoodia auch bei Präparaten Anklang die dazu dienen, den Abbau der Säure Homocystein zu fördern. Man kann daher am Beispiel von Hoodia sehr deutlich sehen, dass sich vitale Lebensmittel und medizinische Erzeugnisse durchaus die Hand geben können, wobei man sie aber nie verwechseln und gleichstellen darf.
 
Zum Hoodia als Nahrungsmittel kann man jedoch anführen, dass auch dieses durchaus lobenswerte Eigenschaften besitzt, die nicht nur die Ureinwohner zu schätzen wissen, sondern auch immer mehr Menschen der europäischen Lebensweise. Natürlich stellt sich nun die Frage, wie kann man sich das robuste Gewächs des Hoodia vor Auge führen. Irrtümlicherweise wird der Hoodia aufgrund seines stacheligen Aussehens immer wieder der Gruppe der Kakteen zugezählt, da er eben auch den Beinamen des hungerstillenden Kaktus besitzt. Dennoch wird der Hoodia gordonii zur Gruppe der Seidenpflanzengewächse gezählt, was sicherlich auf den ersten Blick etwas abtrünnig erscheint. Denn sieht man sich einmal sein robustes Wachstum an, ist dies doch etwas widersprüchlich. So erreicht die Pflanze eine Höhe bis zu 60 Zentimeter und ist äußerst markant durch ihre starken Äste. Diese besitzen eine gewisse Ähnlichkeit mit kleinen Walzen und muten auf den ersten Blick sicherlich nicht appetitlich an. Eine kleine Schönheit hingegen sind ihre flachen Blüten, die zumeist in zarten Lachstönen erstrahlen und kleine Kapselfrüchte enthalten. Man sollte sich aber keinesfalls von dieser Wüstenschönheit verwirren lassen, denn so bezaubernd ihr Anblick ist, so eigenartig und abstoßend riecht sie. Da die Hoodia Pflanze in ihrer Heimat sich durchaus rauen Vegetationen und den extremen Klimazonen anpassen muss, zeigt sie sich äußerst flexibel und kann sowohl auf den heißenroten Wüstensand wachsen aber auch auf Felsen und Steinen. Interessant  ist das die dort gefundenen Pflanzen teilweise ein Alter von über vierzig Jahren erreichen können, was gerade in Hinblick auf die klimatischen Verhältnisse mehr als erstaunlich anmutet. Denn nachweislich fällt in diesen Regionen maximal 20 Millimeter Regen pro Jahr. Daher ist es verständlich, dass die natürlichen Ressourcen dieser Pflanze unter den Artenschutz fallen und strengen Auflagen unterliegen.
 
Aufgrund dieser Auflagen sollte man daher unbedingte Sorgfalt beim Kauf von Hoodia Produkten walten lassen, denn es gibt nur wenige Anbieter und Quellen die Wert auf eine bestandsschonende Einsammlung legen und damit den Auflagen entsprechen. Da jedoch die Nachfrage nach diesen pflanzlichen Nahrungsmitteln immer größer wird, entstand ein regelrechter Schwarzmarkt der angebliche Substrate und Extrakte anbietet. Interessanterweise ergab eine stichprobenartige Untersuchung von vermeintlichen Hoodia Produkten im amerikanischen Nahrungsmittelbereichs, dass in 11 von 17 getesteten Waren kein Hoodia nachgewiesen werden konnte. Als Verbraucher sollte man daher Achtsamkeit walten lassen und sich an souveräne Quellen wie www.vital-ernaehren.com wenden, die durchaus die Ansprüche der 13. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen erfüllen und auch Wert auf die Einhaltung legen. Denn nur ein Verkäufer der belegen kann, dass das jeweilige Produkt oder die verarbeitete Pflanzenteile mit den genannten Genehmigungen in die EU gelangt sind, kann dies offiziell anbieten und damit auch gewährleisten das die erwartete Qualität den Ansprüchen entspricht. Zudem ist beachtenswert, dass aufgrund der immensen Nachfrage viele Anbieter dazu übergegangen sind, Hoodia in kultivierten Anbau zu vermehren. Jedoch ist bis heute nicht bekannt ob die Pflanze dann auch den gleichen Charakter enthält wie die wildwachsenden Wüstengewächse.
Folgende Produkte enthalten Hoodia:
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