Angesichts des beträchtlichen Bekanntheitsalters kann man den Vitalpilz Reishi sicherlich verzeihen, dass er unter mehreren Namen bekannt ist und sich so manch andere Identität zugelegt hat. So ist er auch unter dem lateinischen Namen „Ganoderma lucidum“ ebenso bekannt wie auch unter den Bezeichnungen „Glänzender Lackporling“ oder auch unter der chinesischen Bezeichnung Ling Zhi. Den Name Reishi hingegen verdankt er seinem natürlichen Vorkommen in Japan, wo er bereits seit mehr als 4000 Jahren als Pilz der traditionellen chinesischen Heilkunst bekannt ist. So findet man im Reishi einen durchaus historisch anmutenden Pilz vor, der aber gekonnt die anspruchsvollen Facetten der modernen Ernährungsweise effektiv aufgreift, und weltweit Anerkennung findet.
Denn gerade der Reishi ist nämlich kein traditioneller asiatischer Pilz, sondern kommt vielmehr seit Jahrhunderten auch in der Natur Europas und Deutschland vor. So wächst er hier in zahlreichen Wäldern und bereichert die Flora mit seinen wunderbaren Glanzauftritt. Denn gerade diese Glanzschicht auf der Pilzkappe zeichnet diesen besonders markant aus, wobei diese zumeist seitlich am Stiel sitzt. Mit seinem schimmernden Äußeren, dass von gelb bis leicht rötlich reicht, ist er dank des Harzschichtüberzuges eine wahre Besonderheit unter den zahlreichen Pilzen. Dabei zählt der Reishi zur Gattung der Ganoderma, welche eine sehr vielseitige Pilzfamilie sind. Da zudem der Pilzhut eine beachtliche Größe von rund 25cm erreichen kann, wird man sicherlich den einen oder anderen Gesellen bereits bei einem Spaziergang gesehen haben. Allerdings muss man hierbei darauf achten, dass der Reishi stets ein Mitbewohner ist und daher überwiegend an Eichenstämmen oder Laubbäumen zu finden ist. Zudem findet man ihn auch in Hecken und Parkanlagen, denn auch hier findet er geeignete Lebensquellen die ihn mit ausreichenden Nährstoffen beim Wachstum unterstützen. Interessant ist hierbei, dass er auch durchaus anpassungsfähig ist und keine besondere klimatische Zone bevorzugt. Daher ist dieser Pilz auf der ganzen Welt zuhause, wenngleich sein Ursprungsland vermutlich Asien war und er hier seit Jahrtausenden besonders geschätzt wird.
Diese Wertschätzung beruht letztendlich nicht nur auf der nachgesagten Eigenschaft als Vitalpilz, sondern vielmehr ist der Reishi auch ein durchaus prägnanter Speisepilz. Dabei kann man jedoch sagen, dass er geschmacklich etwas bitter anmutet und ein sehr herbes Aroma besitzt. Daher mundet er vielleicht nicht jedem Gaumen, wobei man ihn dank der erhältlichen Pulverform auch sehr leicht in andere Speisen integrieren kann.
Wie bereits erwähnt ist der Reishi gerade in der traditionellen chinesischen Heilkunst ein sehr geschätzter Vitalpilz, und wird dort als einer der zehn wirkungsintensivsten Naturheilmittel angesehen. Daher ist es sicherlich nachvollziehbar, dass auch hierzulande viele Menschen auf diesen Pilz aufmerksam geworden sind. Jedoch muss man deutlich sagen, dass ein Vitalpilz nicht als Heilungsmittel anzusehen ist, sondern die Kraft der Vitalpilze und der vitalen Ernährungsweise vielmehr auf den ernährungswissenschaftlichen Aspekt beruht. So gibt es eine Reihe von Lebensmitteln die in diese Richtung tendieren, und man kann differenzieren, dass die klassische Schulmedizin heilen möchte, während die vitale Ernährung einen unterstützenden Aspekt zur gewöhnlichen Ernährung bietet.
Interessant ist aber, dass zahlreiche Vitalpilze aufgrund ihres wertvollen Potenzials an Mineralstoffen durchaus auch in der medizinischen Wissenschaft vorhanden sind, und man auch hier ihr Leistungsspektrum erkannt hat. Dies ist in sofern nachvollziehbar, da gerade der Reishi ein sehr hohes Inhaltspotenzial an Mineralstoffen besitzt. So findet man in diesem Vitalpilz Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Magnesium, Calcium und Germanium vor, wobei jedoch das Augenmerk vieler ernährungsbewusster Menschen auf den Gehalt von Polysachariden und Triterpene beruht. Diese fördern und unterstützen nachweislich den Körper wesentlich und sind Bestandteil vieler gesunder Lebensmittel. Als wertvolle Information kann man zudem noch anfügen, dass Auszüge wie sie der Reishi beinhaltet in der klassischen Medizin beispielsweise Funktionen in der begleitenden Krebstherapie, der Immunstärkung oder auch bei Allergien übernehmen. Natürlich muss man hier beachten, dass gerade die Verwendung in der Medizin entsprechenden Auflagen unterliegt und keinesfalls auf der natürlichen Verwendung und Zubereitung von Reishi beruht. Jedoch ist es interessant zu wissen, dass er auch dort Aufmerksamkeit erfährt und auch in der Therapie von fördernden Diäten in entsprechender Form Verwendung findet. Jedoch muss man gerade in Bezug auf den Reishi als Vitalpilz stets im Auge behalten, dass dieser nur einen ernährungsspezifischen Aspekt aufweist, der aber keinesfalls minderer Qualität ist, sondern vielmehr einen wertvollen Beitrag leistet.
Hierbei kann man anmerken, dass natürlich aufgrund der umweltspezifischen Einflüsse der Gehalt stets etwas schwanken kann, und man nicht nur aus diesen Grund besondere Sorgfalt bei der Bezugsquelle agieren lassen sollte. Denn aufgrund der großen Nachfrage nach Vitalpilzen und der weltweiten Umstellung zur körperbewussten Ernährung findet man zahlreiche unseriöse Anbieter vor, bei denen oftmals zwar der Preis etwas günstig anmutet, aber sicherlich auch die Qualität den entsprechenden Charakter besitzt. Daher ist gerade im Bereich der vitalen Ernährung der Einkauf auch eine Frage des Vertrauens. Denn ein souveräner Anbieter kann die Qualität des Anbaus ebenso gewährleisten wie auch den Gehalt und die Reinheit. Als Verbraucher von Vitalpilzen sollte man aber zusätzlich stets eines noch beachten: Diese Pilze sind in ihrer unterschiedlichen Form eine sehr willkommene Bereicherung der täglichen Nahrungsaufnahme, und bieten in ihrer individuellen Erscheinungsform einen kleinen Beitrag zur gesunden Lebensweise. Jedoch unterscheiden sich diese zahlreichen Formen auch in ihrer potenziellen Effektivität. Denn während beispielweise im Pulver alle Mineralien und Vitamine enthalten sind, weisen die unterschiedlichsten Kapselformen zwar auch einen ansprechenden Gehalt auf. Allerdings sind hier die nicht- wasserlöslichen Bestandteile nicht im beinhalteten Kapselextrakt enthalten. Letztendlich ist es natürlich eine individuelle Entscheidung für welche Form des Reishi man sich entscheidet, wobei diese natürlich auch von der Art der Verwendung abhängig ist. Denn auch in frischer Form ist der Reishi als Speisepilz empfehlenswert, sofern man sich nicht am bereits genannten herben Aroma stört.
Sicherlich stellt sich nun aber die Frage, welches Potenzial ein solch anerkannter Speisepilz noch besitzt. Dies kann man gerade in Hinblick auf seine zahlreichen wohlklingenden Namen sicherlich am effektivsten beantworten, denn neben „Geist-Pflanze“, besitzt der Vitalpilz Reishi auch Namen wie „Pilz der Unsterblichkeit“, „Zehntausend-Jahre-Pilz“, und „Kraut spiritueller Kraft“. In China wird er auch gerne als „König der Heilkräuter“ bezeichnet. Sicherlich ist es jedem Verbraucher selbst überlassen, welcher namentlichen Form er den Reishi zuordnet, aber eines kann man sicherlich betonen: Er ist ein äußerst vielseitiger Vital - und Speisepilz, der die Aufmerksamkeit wohlweislich verdient.